Der Imkerverein Drensteinfurt feierte 1175 Jahre Stadtgeschichte

Bienen, Honig und ein besonderer Fund beim Stadtfest

Beim Stadtfest zur 1175-Jahr-Feier Drensteinfurts war auch der Imkerverein Drensteinfurt mit einem eigenen Stand vertreten. Am Samstag, 12. September, konnten sich Besucherinnen und Besucher vor der BioInsel über Honigbienen, heimische Imkerei und die Asiatische Hornisse informieren. Bei leicht bewölktem Himmel und angenehmen Temperaturen herrschten dafür nahezu ideale Bedingungen.

Bereits um 9.30 Uhr begann der Aufbau. Bis zum Abbau gegen 18 Uhr war der Stand gut besucht und bot zahlreiche Gelegenheiten für interessante Gespräche.

Neun Honige im Blindvergleich

Besonders großen Zuspruch fand das Honigtasting. Neun Honige mit ganz unterschiedlichen Herkünften und Geschmacksrichtungen standen zur Verkostung bereit:

  • Frühtracht aus Drensteinfurt von Wolfgang Tettenborn
  • Lavendelhonig aus Frankreich
  • Gebirgshonig aus Uruguay
  • griechischer Pinienhonig
  • griechischer Thymianhonig
  • Eichenhonig aus den Pyrenäen
  • Frühtracht aus Drensteinfurt von Dominik Maas
  • Sommertracht Linde von Wolfgang Tettenborn
  • Blütenhonig aus Dänemark

Die Sorten wurden zunächst nur anhand ihrer Nummern probiert. Erst danach erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welcher Honig sich hinter welcher Probe verbarg. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich Honig schmecken kann – von mild und blumig über würzig und kräuterartig bis hin zu kräftig-herben Waldnoten.

Ein Besucher fasste seine Überraschung treffend zusammen:

„Honig schmeckt doch verschiedener als gedacht. Aber ich mag den regionalen Honig am liebsten – den Raps.“

Auch eine weitere Frage war mehrfach zu hören:

„Wo kann ich denn den Honig kaufen?“

Das große Interesse an den regionalen Sorten freute die anwesenden Imker besonders.

Kreative Angebote für Kinder

Auch für Kinder gab es am Stand viel zu entdecken. Sie konnten eigene Buttons bemalen und anschließend selbst pressen. Außerdem lagen Ausmalbilder bereit, und aus kleinen Kunstwerken entstanden individuelle Kühlschrankmagnete.

Brettspiele rund um die Honigbiene vermittelten spielerisch Wissen über das Leben im Bienenvolk. So wurde der Stand zu einem Treffpunkt für die ganze Familie – zum Probieren, Gestalten, Spielen und Fragenstellen.

Warum Bienen so wichtig sind

Neben dem Honig stand vor allem die Bedeutung der Honigbiene für Natur und Landwirtschaft im Mittelpunkt. Die Vereinsmitglieder informierten über ihre Bestäubungsleistung und erklärten, wie aus dem gesammelten Nektar schließlich Honig entsteht.

Viele Gespräche zeigten, dass das Interesse an Bienenhaltung, regionalen Lebensmitteln und naturnahen Gärten groß ist. Gleichzeitig bot der Stand Gelegenheit, verbreitete Vorstellungen über Honigbienen, Wespen und Hornissen einzuordnen.

Der Kreisimkerverein Warendorf unterstützte den Auftritt mit Informationsmaterial sowie einem Stehpult und einem übergroßen Honigglas des Deutschen Imkerbundes. Zu den Gästen gehörten auch der Vorsitzende des Kreisimkervereins Warendorf, Stephan Kaplan und seine Ehefrau.

Asiatische Hornisse direkt am Stand entdeckt

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte ein unerwarteter Fund: Direkt am Stand wurde eine Asiatische Hornisse der Unterart Vespa velutina nigrithorax entdeckt. Das Tier konnte eingefangen und den Besucherinnen und Besuchern aus sicherer Nähe gezeigt werden.

Die erstaunte Reaktion eines Besuchers:

„Ah, das ist die Asiatische Wespe – so groß sind die?“

Der Fund bot eine außergewöhnliche Gelegenheit, die typischen Erkennungsmerkmale der invasiven Art unmittelbar zu erläutern. Nach der Dokumentation wurde das einzelne Tier wieder freigelassen, da sich kein Nest lokalisieren ließ.

Die Sichtung belegt, dass die Asiatische Hornisse inzwischen auch in Drensteinfurt auftritt. Ob sich bereits ein Nest oder eine dauerhaft etablierte Population im Stadtgebiet befindet, lässt sich aus diesem Einzelfund allerdings noch nicht ableiten. Weitere Beobachtungen – möglichst mit Foto und genauer Ortsangabe – sollten über das nordrhein-westfälische Neobiota-Portal gemeldet werden.

Gemeinschaftlicher Einsatz für die Imkerei

Am Stand aktiv waren der erste Vorsitzende Wolfgang Tettenborn und der zweite Vorsitzende Dominik Maas. Tatkräftig unterstützt wurden sie von Mitgliedern der Familien Tettenborn, Wimber und Maas. Gemeinsam beantworteten sie Fragen, begleiteten das Honigtasting und betreuten die zahlreichen Angebote für Kinder und Erwachsene.

Der Imkerverein Drensteinfurt bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, beim Kreisimkerverein Warendorf, bei der BioInsel sowie bei allen Besucherinnen und Besuchern. Der große Zulauf, die neugierigen Fragen und die vielen interessanten Gespräche machten den Stadtfest-Samstag zu einem gelungenen Beitrag zur 1175-Jahr-Feier Drensteinfurts.

Hier noch ein Link für die Meldung der Asiatischen Hornisse:

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Dr. Dominik Maas

Mai – ein arbeitsreicher Monat für die Imker

Der Monat Mai ist für unsere Imker arbeitsintensiv. Je nach Witterung muss geschleudert werden. Die Bienenvölker wurden vorher bereits um den Honigraum aufgestockt. Außerdem ist regelmäßige Kontrolle erforderlich, ob die Bienen Weiselzellen gebaut haben, denn zwei Königinnen im Haus, dass geht nicht. Dann zieht eine Königin mit ihrem „Hofstaat“ aus und dem Imker bleibt nur ein geschwächtes Volk zurück.

 

Rapsfeld – eine gute Bienenweide

 

verdeckelte Waben

 

Bienenbeute

So hört es sich im Bienenkasten an:

Bienensound

Allen Imkern wünsche ich eine gute Zeit.

 

 

Besuch beim Jungimker

Wie ich schon in meinem letzten Post erwähnte, stellte sich bei der im März stattfindenden Hauptversammlung des Imkervereins ein neues Mitglied vor. Ein 14jährigen Schüler hatte seine Leidenschaft für die Bienen entdeckt. Zusammen mit seinem Imkervater stellte er sich vor. Aufgrund seines jugendlichen Alters unterstütze ihn der Imkerverein mit einem Bienenvolk. Ein langjähriges Mitglied des Imkervereins brachte Maximilian jetzt das Volk mit gezeichneter Königin.

Inzwischen ist das neue Bienenvolk bei Maximilian in seine Beute eingezogen. Er wohnt im Außenbereich auf einer Hofstelle. Während meines Besuches blühten gerade die Obstbäume.

Bienenbeute

 

Maximilian an der Bienenbeute

 

Brutwabe

 

Brutwabe

 

gekennzeichnete Königin

 

Bienenbeute

 

blühender Obstbaum

Der Imkerverein wünscht Maximilian viel Erfolg und Freude mit den Bienen. Mit tatkräftiger Unterstützung und Anleitung seines Imkervaters wird es ihm gelingen in die Geheimnisse der Bienenwelt einzutauchen.